Funktionsteste aus Kapillarblut und Urin

Schwermetallbelastung aus dem Urin

Der Schwermetalltest basiert auf der anerkannten Methode der Dithizon-Reaktion, mit der auch chemisch-analytische Laboratorien Spuren von Metallen in wässrigen Flüssigkeiten nachweisen. Der Schwermetalltest ermöglicht es, verschiedene Metall-Ionen (Blei, Quecksilber, Cadmium, Kupfer und Zink) in Urin oder Trinkwasser anhand der Probenfärbung nachzuweisen. Mit diesem Test lässt sich der diagnostische Verdacht einer Schwermetallbelastung überprüfen.

Die Schulmedizin hat zum Teil konträre Meinungen über den Sinn und Nutzen eines Schwermetalltestes. Fragen Sie mich hierzu.

TAS-Selbsttest (TAS= totaler antioxidativer Status)

Freie Radikale bewirken oxidativen Zellstress, unsere Zellen „verrosten“ und körpereigene Fette werden ranzig.
Der TAS-Selbsttest ist ein Produkt zur Bestimmung des antioxidativen Status im Körper anhand einer einfachen Urinprobe. Antioxidativer Status bedeutet, dass mit Hilfe der Einfärbung der Urinprobe nach Zugabe einer Reagenzflüssigkeit (diese wird mit dem Test geliefert und ist in der Anwendung sehr einfach) und dem Vergleich dieser Einfärbung mit einer auf dem Beipackzettel mitgelieferten Farbskala, eigenständig bestimmt werden kann, wie stark der Körper des Urinspenders durch freie Radikale belastet ist. Als Belastungsparameter dient hier Malondialdehyd.
Malondialdehyd ist ein Endabbauprodukt und somit wichtiger Marker für Lipidperoxidation die entsteht, wenn freie Radikale die körpereigenen Schutzmechanismen überwinden und mit ungesättigten Fettsäuren reagieren. Die körpereigenen Fette werden sozusagen ranzig.
Die toxischen Eigenschaften der oxidierten Fettsäuren werden als mögliche Ursache zahlreicher gesundheitlicher Beeinträchtigungen wie Arteriosklerose, rheumatische Erkrankungen, Durchblutungsschäden nach Ischämien (zeitweise Minderdurchblutung) oder Tumorerkrankungen betrachtet.

Auch dieser Test wird von der Schulmedizin nur sehr zögerlich anerkannt.

Blut-Puffer und Blut-pH Beurteilung

Die Haut ist eines unserer stärksten Ausscheidungsorgane und eine vermehrte Ausscheidung von Säuren über die Haut spricht für ein Ungleichgewicht von Säuren und Basen im Stoffwechsel.
Diese Schnelluntersuchung ist geeignet, um wichtige Informationen über den Säure-Basen-Haushalt des Körpers zu gewinnen. Mit diesem Test steht ein Verfahren zur Verfügung, das im Verhältnis zum Blut eine hohe Entsprechungswahrscheinlichkeit aufweist. So kann von der Messung der Haut auf die Verhältnisse im Körper geschlossen werden. pH-Messungen des Urins stellen nur eine „Momentaufnahme“ dar und schwanken je nach Nahrungsaufnahme sehr.

Auch dieser Test ist der Schulmedizin bekannt, wird von ihr modifiziert vor allem intensivmedizinisch angewandt, gehört aber nicht zum Standardrepertoire.

Kapillar- Blutsenkung (BS)

Die Kapillar-BS ist eine „Mini-Version“ der Blutsenkung und kommt mit einer geringen Menge Kapillarblut aus. Bei einer Blutsenkung werden durch Schwerkraft feste und flüssige Bestandteile des Blutes getrennt. Hier können wichtige Informationen über z.B. vorliegende Entzündungen und bakterielle Infektionen oder Funktionsstörungen im Körper gewonnen werden.

Blutzucker-Messung

Schnelltest zur Messung des aktuellen Blutzucker-Wertes.

Cholesterin-Messung

Exakte Messung Ihres aktuellen Cholesterin-Wertes. Cholesterin ist wichtiger Bestandteil vieler körpereigener Strukturen und Vorstufe wichtiger Hormone und Botenstoffe, kann aber bei einer signifikanten (massgeblichen) Erhöhung im Zusammenspiel mit anderen Faktoren arteriosklerotische Vorgänge begünstigen.

Triglycerid-Messung

Die TG-Messung (die Messung der freien Fettsäuren im Blut) liefert wertvolle Informationen über Ihren Fettstoffwechsel.

Laktat-Messung (Messung der Milchsäure)

Wie viel Milchsäure produziert Ihr Körper aktuell? Milchsäure wird vermehrt bei körperlicher Überbelastung produziert (daraus entsteht dann der altbekannte Muskelkater), die Produktion ist aber auch bei einer ungünstigen Stoffwechsellage vermehrt.

Urinuntersuchung:

Mehrfach Urin- Teststreifen

Urin ist eine von den Nieren gebildete Flüssigkeit, die über die ableitenden Harnwege ausgeschieden wird. Urin besteht zu 95% aus Wasser, weitere Bestandteile sind Abbauprodukte körpereigener Substanzen: Harnstoff, Harnsäure, Kreatinin, organische und anorganische Salze ( z.B. Kalksalze, Kochsalz, Phosphate ), organische Säuren (Zitronensäure), Farbstoffe (Urobilinogen), Hormone und wasserlösliche Vitamine.

Sind Ihre Nieren leistungsfähig?Könnte eine bakterielle Harnwegsinfektion vorliegen? Gibt es Anlass zu weiterführenden Untersuchungen? Die Bestimmung folgender 10 Parameter im Urin liefert hier wertvolle Informationen:

Glucose

Glucose, ein Zucker, befindet sich normalerweise nicht im Urin von gesunden Menschen, weil sie von den Nieren filtriert (zurückgehalten) wird. Liegt ein erhöhter Blutglucose- Wert vor, so kann überschüssige Glucose über den Urin ausgeschieden und dort nachgewiesen werden.

Eiweiss

Normalerweise findet man kein Eiweiss im Urin. Der Nachweis von Eiweiss kann auf eine Nierenfunktionsstörung oder eine Infektion hinweisen.

pH

Der pH (Säurewert) des Urins unterliegt natürlichen physiologischen Schwankungen (Trinkverhalten, Nahrungsaufnahme), kann aber auch, im Zusammenhang mit anderen Parametern, auf bestimmte Funktionsstörungen des Körpers hindeuten.

Nitrit

Nitrit ist eine Stickstoffverbindung, die von einigen Bakterien hergestellt wird. Der Nachweis von Nitrit im Urin ist also ein indirekter Bakteriennachweis. Er zeigt, ob eine Harnwegsinfektion durch nitrit-produzierende Bakterien vorliegt.

Keton

Keton ist ein giftiges Nebenprodukt bei übermässigem Fettabbau in den Zellen. Die Ketonausscheidung ist beim Hungerstoffwechsel (Diäten) und bei Diabetes nachweisbar, d.h., wenn die Zellen aufgrund einer bestimmten Stoffwechsellage nicht ausreichend mit Blutzucker versorgt werden.

Urobilinogen und Bilirubin

Bei einem erhöhten Wert an Bilirubin (Abbauprodukt im Leber-Galle- Stoffwechsel) im Urin besteht der Verdacht auf eine Störung von Leber oder Galle. Eine gesunde Leber wandelt Hämoglobin (roter Blutfarbstoff) in Bilirubin um und leitet dieses grösstenteils über die Galle an den Darm weiter. Urubilinogen ist ein Abbauprodukt des Bilirubins. Ein erhöhter Wert könnte auf Leberschäden, Anämien (Blutarmut), Darmentzündungen oder Infektionen der Gallenwege hinweisen.

Rote Blutkörperchen

Der Nachweis geringer, mit blossem Auge nicht sichtbarerer Blutmengen im Urin kann erster Hinweis auf eine Erkrankung sein und sollte im Zusammenhang mit anderen Urin-Werten begutachtet werden.

Leukozyten

Ebenso wie rote kann man auch weisse Blutkörperchen (Leukozyten) im Urin ausfindig machen. Werden Leukozyten im Urin festgestellt, so spricht man von einer Leukozyturie. Eine Leukozyturie könnte einen Infekt oder eine Entzündung im Bereich der Nieren oder der ableitenden Harnwege als Ursache haben.

Spezifisches Gewicht

Das spezifische Gewicht des Urins gibt an, wie viel Gramm gelöste Stoffe in einem Liter Urin enthalten sind, Beim Gesunden schwankt das spezifische Gewicht mit der Trinkmenge. Bei Störungen des Stoffwechsels kann das spezifische Gewicht des Urins verändert sein.

Mikroalbumin-Test

Mit dem Mikroalbumin-Test-Streifen-Test können schon geringe Eiweissmengen im Urin erfasst werden. Mikroalbumin ist ein Wert, der Auskunft über die Filtrationsleistung der Nieren gibt und wesentlich empfindlicher ist als Kreatinin. Ist Kreatinin dauerhaft erhöht, so spricht das für eine bereits ausgeprägtere Beeinträchtigung der glomerulären Filtrationsleistung (Filtrationsleistung der kleinen Nierenkanälchen: Die kleinen Nierenkanälchen, Glomeruli, sorgen die für die Trennung von Stoffen, die ausgeschieden werden müssen von Stoffen, die im Körper verbleiben sollen).
Kreatinin ist die Ausscheidungsform von Kreatin, das sich als Energiereserve im Muskel befindet. Kreatinin wird über die Nieren mit dem Urin ausgeschieden. Da es als Stoffwechselprodukt fast vollständig filtriert wird, wird es zur Überprüfung der Nierenfunktion verwendet.
Die Mikroalbumin- Ausscheidung ist wesentlich sensitiver (empfindlicher) als die Kreatinin- Filtrierung und dient damit als Frühmarker für eine oft beschwerdelose Funktionseinschränkung der Nieren.

Achtung: nach starker körperliche Anstrengung (Sport) oder Schwangerschaft können sich einige Urinparameter auch bei Gesunden physiologisch (ohne Verdacht auf eine Funktionsstörung- bzw. Einschränkung) verändern.

Planen Sie eine Urinuntersuchung in meiner Praxis, ist es sinnvoll den ersten Morgen- Mittelstrahl- Urin aufzufangen (kleine Urin- Sammeltöpfchen in der Apotheke erhältlich) und bis zu Ihrer Anfahrt kühl aufzubewahren (Kühlschrank!). Beim „Mittelstrahlurin“ wird der „mittlere“ Teil der Urinmenge aufgefangen.